Studentische Radioprojekte in Halle

Die BAföG-Reform und die Kritik daran

Vor wenigen Tagen haben der Bund und die Länder sich darauf geeinigt, dass der Bund in Zukunft das BAföG komplett allein tragen wird. Dadurch werden die Bundesländer um etwa 1,17 Milliarden Euro jährlich entlastet. Wie die Länder das freiwerdende Geld verwenden werden, ist noch nicht entschieden. Außerdem soll das BAföG zum Wintersemester 2016/2017 erhöht werden. Über die BAföG-Reform und die Kritik daran haben wir mit Stefan Grob gesprochen. Er ist der Pressesprecher des Deutschen Studentenwerks.

Radio Corax im Gespräch mit Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk über die Bafög-Reform.

Sexuelle Diskriminierung an der Universität Halle – der Rektor bezieht Stellung

Es gab und gibt an der Martin-Luther-Universität in Halle sexuelle Belästigung. Bereits vor einem Jahr haben Studierende Beschwerde gegen einen Dozenten eingereicht. Die Folge: Dem Dozent wurde gekündigt. Alles gut – könnte man meinen. Aber: Der Dozent erhob Kündigungschutzklage. Im Mai kam es dann vor dem Arbeitsgericht Halle zur Verhandlung. Die Kündigungsschutzklage des Dozenten war erfolgreich. Der Grund: Die Kündigung hatte keine Rechtsgrundlage. Die Hochschulstrukturen haben demnach versagt. Das kritisiert das Bündnis gegen sexuelle Diskriminierung.

Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Udo Sträter, hat im Gespräch mit Radio Corax Stellung zu den Vorwürfen genommen.

Hier geht es zum Bündnis gegen sexuelle Diskriminierung

Kein Kavaliersdelikt. Über aktuelle Fälle sexueller Diskriminierung an der Universität in Halle.

Es gab und gibt an der Martin-Luther-Universität in Halle sexuelle Belästigung. Bereits vor einem Jahr haben Studierende Beschwerde gegen einen Dozenten eingereicht. Die Folge: Dem Dozent wurde gekündigt. Alles gut – könnte man meinen. Aber; Der Dozent erhob Kündigungschutzklage. Im Mai kam es dann vor dem Arbeitsgericht Halle zur Verhandlung. Die Kündigungsschutzklage des Dozenten war erfolgreich. Der Grund: Die Kündigung hatte keine Rechtsgrundlage.

Radio Corax berichtet über ein Versagen der Hochschulstrukturen und eine Universität, die vieles unter den Teppich kehrt.

Hier geht es zum Bündnis gegen sexuelle Diskriminierung

Geo bleibt! – die geplante Schließung des Instituts für Geowissenschaften

Hochschulen werben landesweit mit eigenen Kampagnen um Studierende. “Studieren in Fernost” nennt sich die Kampagne von Ostdeutschen Unis. Ein Mittel, mit dem sich Unis auch profilieren können ist das CHE-Hochschulranking der Zeit. Darin werden regelmäßig Studiengänge deutschlandweit nach bestimmten Kriterien wie etwa Bibliotheks- und Laborausstattung verglichen. In dem aktuellen Ranking schneidet die MLU mit einem Studiengang besonders gut ab. Die Lehramtsausbildung der Geografie ist deutschlandweit auf Platz eins des CHE-Hochschulrankings gelandet. Auch wenn es begründete Zweifel an der Seriösität des CHE-Rankings gibt – die Geografie ist schon lange ein vielbeachtetes Studienfach in Halle.

Umso verwunderlicher ist es, dass die Geografie und die Geologie an der MLU geschlossen werden soll. Laut den Kürzungsplänen des Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Möllring soll das Institut für Geowissenschaften an der Uni Halle neben einigen anderen Instituten dicht gemacht werden.Eine Begründung dafür wurde bislang nicht geliefert. Das hat bei Studierenden und MitarbeiterInnen am Institut für Unverständnis gesorgt. So auch bei Prof. Dr. Heinisch aus der Geologie.

Radio Corax hat sich mit Prof. Dr. Heinisch über die angedrohte Schließung des Institus unterhalten.

Auch sie können aktiv werden und sich für den Erhalt des Fachbereichs der Geowissenschaften aussprechen.Das geht zum Beispiel auf der Plattform openpetition.de – dort ist die Petition “Geo bleibt – gegen die geplante Schliessung der Geografie an der MLU Halle Wittenberg” zu finden.

Protest ohne Wirkung? Eine kleine Geschichte der Uniproteste in Halle

Seit Monaten protestieren Studierende der Uni Halle gegen die angedrohten Hochschulkürzungen. Wenn es nach den Plänen der Landesregierung geht, sollen bis zu fünf Institute an der MLU geschlossen werden. Um diese Kürzungen abzuwenden haben sich die Studierenden organisiert, vernetzt, demonstriert und besetzt. Von der Landesregierung kam kaum eine Reaktion. Die derzeitigen Semesterferien sind da denkbar ungünstig. Denn nun könnte ein günstigster Moment für Kürzungsbeschlüsse sein, die quasi an der Aufmerksamkeit der Studierenden und an der Öffentlichkeit vorbei gefällt werden könnten. Nicht das erste mal könnte sich ein Uniprotest durch die Semesterferien und beschlossene Tatsachen verlaufen.

Ein Rückblick auf die Uniproteste der vergangenen Jahre.